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Liebe Eltern der Viertklässlerinnen und Viertklässler,

bald steht die Entscheidung an, auf welche Schule Ihr Kind nach der Grundschulzeit wechseln wird. Es freut mich sehr, dass Sie sich für das Goethe-Gymnasium interessieren. Wir laden Sie ganz herzlich zu unserer Info-Veranstaltung am Freitag, den 27. Februar 2026, von 17:00 – 20:00 Uhr in unsere Schule ein. Zu Beginn werde ich Ihnen zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen die zentralen Aspekte des Goethe-Gymnasiums präsentieren. Parallel dazu haben unsere Mittelstufenschüler/innen für die Viertklässler/innen einen bunten Parcours durch unser Schulhaus vorbereitet. Dabei werden sie in kleinen Gruppen an vielen Mitmachstationen ebenfalls einiges über das Goethe-Gymnasium und dessen Angebote erfahren. Im zweiten Teil der Veranstaltung haben wir dann ein offenes Haus geplant, wo Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Vielfalt unserer Schule erleben können.
Wenn Sie bereits vor unserer Veranstaltung am 27. Februar einen ersten Eindruck vom Goethe-Gymnasium bekommen wollen, sind Sie herzlich eingeladen, sich hier auf unserer Homepage umzuschauen. Wir haben viele Informationen für Sie zusammengestellt. Ich wünsche viel Spaß bei einer Erkundungstour durch unsere Schule und würde mich sehr freuen, Sie und Ihr Kind dann am 27. Februar 2026 persönlich begrüßen zu können.

Herzliche Grüße

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Dr. Albrecht Aichelin
Schulleiter

ENTRECHTUNG

Entrechtung 03

und "Wiedergutmachung" in Karlsruhe. Am 23.01.2026 unternahmen die Schüler*innen des Geschichte-Leistungskurses mit ihrem Lehrer Felix Urban eine Exkursion ins Generallandesarchiv Karlsruhe, um sich unter der Anleitung von Dr. Jennifer Meyer mit exemplarischen Akten aus der NS- und Nachkriegszeit in Karlsruhe zu befassen.

Neben einer Führung durch die üblicherweise nicht-zugänglichen Bereiche des Archivs (unter anderem durch die Akten zur Entnazifizierung in Karlsruhe) und einem Kennenlernen der Restaurationsarbeit in Archiven (unter anderem von mittelalterlichen Urkunden) standen im Mittelpunkt jene Themen, die zur Leitfrage des LKs "Wie sterben und wie rettet man Demokratien" sowie zum Schulmotto "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage" passten: Wie wurden Jüdinnen und Juden seit Beginn der NS-Herrschaft 1933 zunehmend entrechtet? Wie wurden Menschen abgewertet, kategorisiert, enteignet und schließlich ermordet und woran erkennt man all dies in den Reisepassanträgen und Bescheinigungen der NS-Bürokratie? Aber auch: Wie wurde in der darauffolgenden Demokratie ab 1949 mit dem geschehenen Unrecht umgegangen? Am Beispiel verschiedener Originalquellen lernten wir die junge Frau Anne-Rose Wolf kennen, die noch versucht hatte, auszureisen, vermutlich aber an der Langsamkeit Bürokratie des aufwendigen Antrags gescheitert und dann mit ihrer Mutter deportiert und ermordet worden ist, während der Vater, Julius Wolf, überlebte und sich - schließlich vergeblich - darum bemühte, unter anderem für sein 1938 bei der Reichspogromnacht zerstörtes Schneidereigeschäft entschädigt zu werden. Die Politik der "Wiedergutmachung" der jungen Bonner Demokratie in den 1950er Jahren klang auf den ersten Blick richtig, war in der Praxis aber zuweilen - und das lernt man nur am Studium von Originalakten - keineswegs so erfolgreich und empathisch, wie man zunächst denken könnte. Es war ein eindrücklicher Tag, der damit endete, dass manche Schüler*innen gleich länger blieben, um im Archiv eigene Ahnenforschung zu betreiben.

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Digitalpakt Schule 03