Evolution des Menschen. Wir waren diese Woche im Naturkundemuseum hier in Karlsruhe und haben einen Workshop zur „Evolution des Menschen“ erhalten – also zur Entwicklung des Menschen von seinen Anfängen bis heute. Zunächst hat uns die Biologin Sara Mandl durch die zugehörige Ausstellung geführt. Dort haben wir zum Beispiel erfahren, dass sich, vereinfacht gesagt, vor ungefähr 7 Millionen Jahren aus den Primaten die Affen und die Urmenschen entwickelt haben (Primaten sind eine bestimmte Tiergruppe).
Affen und Menschen haben also gemeinsame Vorfahren. Die heutigen Menschen wiederum stammen von den Urmenschen ab. Von diesen Urmenschen gab es im Laufe der Zeit viele verschiedene Arten: Der „Australopithecus afarensis“ lebte etwa vor 4 Millionen Jahren, der „Homo habilis“ vor ungefähr 2 Millionen Jahren, der „Homo heidelbergensis“ vor etwa 500.000 Jahren und der „Homo neanderthalensis“ vor circa 400.000 Jahren – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Ein Bild des „Australopithecus afarensis“ ist anbei zu sehen (einmal als Skelett und einmal mit Haaren); er war zwischen 100 und 150 cm groß, wog zwischen 30 und 40 kg und hatte bereits einen aufrechten Gang. Bei den Beispielen eben nicht genannt ist aber der „Homo sapiens“, den es seit circa 300.000 Jahren auf der Erde gibt – das sind wir, die modernen Menschen. Der „Homo sapiens“ hat sich in Afrika aus dem oben genannten „Homo heidelbergensis“ entwickelt und dann nach und nach alle anderen Menschenarten verdrängt; er ist heute die letzte verbliebene Menschenart. Diese Führung durch die Ausstellung war sehr interessant und auch anschaulich, weil sämtliche Menschenarten in einer chronologischen Reihenfolge als Skelett oder Schädel zu sehen waren – vom Primaten bis hin zum „Homo sapiens“. Im daran anschließenden Teil wurde es praktisch und wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Die eine Gruppe erhielt zehn Schädel verschiedener Menschenarten und musste sie anhand einiger Kriterien kategorisieren (etwa anhand der Eckzähne, der Schädelform oder der Überaugenwulst). Die andere Gruppe verglich den „Homo sapiens“ mit Affen und bekam dafür unter anderem Beckenknochen, Oberschenkelknochen und Schädel. Mit Hilfe verschiedener Kriterien wie der Beckenbreite, der Stellung der Zehen oder der Form der Wirbelsäule wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede analysiert. In der Abschlussrunde schließlich wurden die Ergebnisse thematisiert und eingeordnet – und es wurde besprochen, warum sich diese Unterschiede im Laufe der Evolution entwickelt haben. Kurzum: Es war ein spannender Einblick in die Entwicklung des heutigen Menschen, der, wie gesagt, die einzige verbliebene Menschenart ist. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Sara Mandl für die detaillierte Führung und die individuelle Betreuung! Und wer abschließend mehr rund um diese AG erfahren möchte, hier geht’s noch zur → AG-Seite.







