ENGLISCH FÖRDERUNTERRICHT
Schon seit längerem gibt es an unserem Gymnasium Förderunterrichte in verschiedenen Fächern. Darunter hat sich auch die Förderung von SchülerInnen der 6. Klassen im Fach Englisch bewährt:
Innerhalb der ersten Schulwochen lädt die Schule nach Absprache mit den entsprechenden FachlehrerInnen SchülerInnen der 6. Klassen, deren Leistung im Fach Englisch auf Schwächen hin deuten, schriftlich zur Teilnahme am Förderunterricht ein. Einmal wöchentlich trifft sich die so zusammengestellte Lerngruppe, um Defizite aufzuholen und neu auftretende Probleme im Spracherwerb zu minimieren; Voraussetzung dafür ist natürlich eine regelmäßige Teilnahme an den Förderunterrichtsstunden. Die Arbeit in der Kleingruppe erleichtert es dem Lehrer, mehr auf individuelle Probleme der SchülerInnen einzugehen und sie durch eine andere Unterrichtssituation für den eigentlichen Englischunterricht zu motivieren.So versucht das Goethe-Gymnasium nicht nur die Wissenslücken zu schließen, sondern auch das Selbstbewusstsein der SchülerInnen zu stärken und den Spaß am Englischlernen zu fördern. Vergleichbare Förderunterrichtsangebote gibt es auch in Mathematik (Klasse 7) sowie Deutsch (Klasse 5) und Französisch (Klasse 5).
ENGLISCH BILINGUAL
Seit dem Schuljahr 1998/99 bereichert eine deutsch-englische Abteilung das Unterrichtsangebot am Goethe-Gymnasium. Somit ist das GGK ein Gymnasium von 65 in Baden-Württemberg, die einen bilingualen Zug anbieten.
WAS IST BILINGUALER UNTERRICHT?
Bilingualer Unterricht am GGK bedeutet, dass ausgewählte Sachfächer in der Fremdsprache Englisch unterrichtet werden. Lerngegenstand von bilingualem Unterricht ist das Sachfach; die Fremdsprache Englisch dient als Arbeitssprache und wird somit zum reinen Kommunikationsinstrument. Schüler werden durch den bilingualen Unterricht in die Lage versetzt, die Fremdsprache sicherer und flexibler zu verwenden, ohne das Sachfach zu vernachlässigen. Diese Verbindung bzw. Gleichzeitigkeit des Lernens von Sprache und Inhalt (Content and Language Integrated Learning) ist das herausragende Merkmal bilingualen Lernens.
DAS BILINGUALE UNTERRICHTSANGEBOT AM GGK
Alle Schüler der 5. und 6. Klassen erhalten verstärkten Englischunterricht. In der Orientierungsstufe (Klassen 5 und 6) machen die Schüler rasch Fortschritte im Englischen. Die zusätzlichen Stunden bieten die Möglichkeit zur Vertiefung und zur vermehrten Förderung kommunikativer Fertigkeiten. Am Ende der Klasse 6 erhalten die Schüler durch einen „Schnupperkurs“ (Geography in English), welcher in den normalen Englischunterricht integriert ist, einen Einblick in bilingualen Unterricht. Erst nach Klasse 6 wird entschieden, wer am bilingualen Sachfachunterricht ab Klasse 7 teilnimmt (vgl. tabellarische Übersicht). Durch eine erhöhte Stundenzahl in den bilingualen Sachfächern wird gewährleistet, dass im fremdsprachlichen Sachfachunterricht die gleichen Fachkompetenzen erreicht werden, wie im parallel stattfindenden deutschsprachigen Unterricht. Die Lehrplaninhalte des bilingualen Sachfachunterrichts sind mit denen des muttersprachlichen Unterrichts identisch, so dass die Durchlässigkeit gesichert ist: jeder Schüler hat die Möglichkeit den bilingualen Zweig zu verlassen, ohne dass Unterrichtsinhalte im Sachfach nachgeholt werden müssten. Nach Abschluss der bilingualen Zusatzausbildung in der Kursstufe erhalten die Schüler mit ihrem Abiturzeugnis auch das bilinguale Zertifikat des Landes Baden-Württemberg. Belegen sie in der Kursstufe das Fach Biologie 5-stündig, können sie nach erfolgreicher Prüfung auch das Internationale Abitur Baden-Württemberg erhalten. Darüber hinaus besteht für die Schüler der 11. Klasse die Möglichkeit an einem schulinternen Vorbereitungskurs für die international anerkannte Sprachprüfung Cambridge English: Advanced teilzunehmen, welche u.a. den Zugang zu einer Vielzahl angelsächsischer Universitäten ermöglicht.
bilingualer Unterricht am Goethe-Gymnasium (G9)
| Klasse |
|
(zusätzliche) Wochenstd. |
| 5 | verstärkter Englischunterricht | + 2 (für alle SuS) |
| 6 | verstärkter Englischunterricht | + 1 (für alle SuS) |
| 7 | Geographie | + 1 |
| 8 | Geographie | + 1 |
| 9 | Geschichte | + 1 |
| 10 | Biologie | + 1 |
| 11 |
Biologie |
+2 |
| 12 / 13 | Wahl zwischen Kursen in Biologie Geographie / Geschichte |
+ 0 / 1 |
WAS IST DER MEHRWERT BILINGUALEN UNTERRICHTS?
Im Zentrum bilingualen Unterrichts stehen zwei Grundüberlegungen: Neben einer Förderung der interkulturellen Kompetenz, also der Fähigkeit der Schüler, sich auf andere Kulturen einzulassen, spielt die Erweiterung der fremdsprachlichen Kompetenz eine große Rolle.
FÖRDERUNG DER KOMMUNIKATIVEN KOMPETENZ
Im Zuge der Globalisierung ist die Welt ein global village geworden und die entsprechenden Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt haben sich drastisch verändert. Ohne ausreichende Kenntnisse und Fertigkeiten im fremdsprachlichen Bereich wird es für den Einzelnen immer schwieriger sich in einer globalisierten Arbeitswelt zurechtzufinden. Dies gilt in besonderem Maße für die englische Sprache, die man zurecht als lingua franca im Bereich Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur bezeichnen kann. Profunde Englischkenntnisse stellen eine entscheidende Schlüsselqualifikation dar und bilingualer Unterricht fördert eine überdurchschnittliche Ausbildung in der Weltsprache Englisch. Da Englisch nicht nur im Fremdsprachenunterricht gelernt wird, sondern auch Arbeitssprache in Sachfächern ist, entwickeln die Schüler eine hohe Sprachkompetenz, auch in naturwissenschaftlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Themenbereichen.
FÖRDERUNG DER INTERKULTURELLEN KOMPETENZ
Bilingualer Unterricht fördert auch interkulturelle Kommunikation. Durch die Beschäftigung mit einem Sachfach in der Fremdsprache gewinnen die Schüler aus erster Hand Vorstellungen von den geographischen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen, den soziokulturellen Lebensbedingungen sowie der Kultur des entsprechenden Landes. Bilingualer Unterricht fördert die Bereitschaft und Fähigkeit der Schüler, sich nicht nur in sprachlicher Hinsicht mit der noch fremden Kultur zu befassen.
ENGLISCH
Welcome!
Wir sind die Englischfachschaft des Goethe-Gymnasiums Karlsruhe. Als anerkannte „Partnerschule für Europa“ mit >> englisch-bilingualer Abteilung spielen wir hier an der Schule eine ganz besonders wichtige Rolle. So gibt es bei uns in den Klassenstufen 5 und 6 verstärkten Englischunterricht. In der 5. Klasse werden all unsere Schülerinnen und Schüler sechs Schulstunden pro Woche, in der 6. Klasse fünf Schulstunden pro Woche in und auf Englisch unterrichtet. Zudem bieten wir in der 6. Klasse >> Förderunterricht für das Fach Englisch an, um all unsere Schülerinnen und Schüler beim Erlernen des Englischen angemessen fördern zu können.
In Klassenstufe 10 finden jährlich die >> Schüleraustausche mit unseren Partnerschulen im englischsprachigen Ausland statt, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Zur Wahl stehen hier Kinsale (Irland), Carna (Irland) und Anchorage (Alaska / USA).
Nach Klasse 10 entscheiden sich fast all unsere Schülerinnen und Schüler dafür, Englisch auch in der Kursstufe weiter zu besuchen.
Wir arbeiten mit folgenden Lehrwerken: Access für Klasse 5-9, Green Line Transition in Klasse 10 und Pathway Advanced in der Kursstufe. Zudem haben wir jährlich eine Fremdsprachenassistentin bei uns an der Schule, die im Englischunterricht in allen Klassenstufen eingesetzt wird, um so schon früh den Kontakt zu Muttersprachlern zu fördern.
Die Teilnahme an Englischwettbewerben, unsere Debating-AG und die Möglichkeit der Erlangung des weltweit anerkannten „Cambridge-Certificate“ runden unser Angebot ab.
We are looking forward to teaching you!
Ihre / Eure Englischfachschaft des Goethe-Gymnasiums Karlsruhe
DEUTSCH FÖRDERUNTERRICHT
Seit dem Schuljahr 2006/07 gibt es am Goethe-Gymnasium für SchülerInnen der fünften Klassen einen Förderunterricht für das Fach Deutsch. Nach einer Testphase, in der verschiedene Methoden und Konzepte erprobt wurden, ist er nun fester Bestandteil des Förderkonzepts an unserer Schule.
Nach Rücksprache mit den entsprechenden Deutschlehrern werden SchülerInnen, die Schwächen in Teilbereichen des Faches Deutsch haben, zur Teilnahme am Förderprogramm eingeladen. In einer kleinen Lerngruppe wird ihnen dann eine Gelegenheit zum gezielten und verstärkten Üben gegeben. Schwerpunkte sind hierbei ausgewählte Schwierigkeiten der Rechtschreibung und der Grammatik. Darüber hinaus werden aber auch die sprachliche Ausdrucksfähigkeit – sowohl schriftlich als auch mündlich – und die Lesefähigkeit der SchülerInnen individuell gefördert.
DEUTSCH
„Was treipt ihr’n so, ich bleip heute im Bett, hap gezz tatschkrien und ollnetflett. Freufreu und knubu, omg, hdl, smile und cu.“
Verstanden? Muss ich das verstehen als Deutschlehrer? Ist das nicht ein hervorragendes Beispiel für Sprachverfall? Oder wird andersherum der Schuh draus: Gerade weil Jugendliche heute so sprechen bzw. schreiben, muss ich es im Unterricht behandeln, um die Schüler da abzuholen, wo sie sind bzw. sie kommunizieren. Aber ist es nicht Aufgabe des Deutschunterrichts, Kindern die unendliche Vielfalt der (deutschen) Sprache vor Augen zu führen, sie zur (literarischen) Hochsprache zu befähigen, so dass sie diese wenigstens lesen und verstehen können? Also Thomas Mann statt SMS-Deutsch, Kleist statt Handygebrauchsanweisung, Fontane statt Jugendbuch!? Doch da fängt die Diskussion bereits an.
Faszination wie Problematik des Faches Deutsch an der Schule sind von der Sache her begründet. Deutsch ist ein Fach mit einem enormen Umfang. Darüber hinaus ist es dasjenige Basisfach, ohne dessen Beherrschung der dazugehörigen Kompetenzen auch in anderen Fächern nichts geht. Schon der Literaturbegriff ist nicht mehr eindeutig: 2016 hat Bob Dylan den Literaturnobelpreis erhalten. Wenn es sich also um Deutsch als Schulfach handelt, dann geht dies mit der Frage nach der didaktischen Reduktion Hand in Hand: Was sollen wir in neun Jahren den Schülern mitgeben, wozu sollen wir sie befähigen? Und was lassen wir links liegen, obwohl es vielleicht auch interessant und ebenso nützlich wäre?
Gehen wir das Ganze doch im Sinne des kompetenzorientierten Ansatzes an, indem wir vom Ende her denken. Das Abitur gibt ja vor, was ein Schüler mit vertretbarem Arbeitsaufwand nach zwölf Schuljahren können sollte: literarische Werke wie Romane und Dramen, aber auch Gedichte und Kurzprosa interpretieren, einen Essay verfassen, schließlich eine allgemeingesellschaftliche Fragestellung anhand eines Textes erörtern. Das klingt zunächst relativ einfach, doch mache man sich nur den Unterschied zwischen dem sprachlichen Niveau eines gängigen Jugendbuchs und der Sprache von Thomas Manns „Zauberberg“ oder Goethes „Faust“ klar. Wie beim Lesen so beim Schreiben: Es ist ein langer Weg vom Erlebnisaufsatz bis zum künstlerisch ausgestalteten, stilistisch vielfältigen Essay. Von der automatisierten Beherrschung der Rechtschreibung, Kommasetzung und Grammatik ganz zu schweigen.
Von daher gehen wir auf zwei Wegen vor: Die im Abitur verlangten Kompetenzen fest im Blick versuchen wir möglichst vielfältig das eine mit dem anderen zu verbinden: Anspruchsvolle Literatur mit Gängen in die Bibliotheken der Stadt, Grammatik und Rechtschreibung samt Zeichensetzung im immer neuen Zusammenhängen üben und wiederholen, Aneignung von Texten samt Lese- und Schreibtechniken mit Rollenspielen, selbst fabrizierten Podcasts und ggf. sogar unter Einbezug von KI. So versuchen wir, den Anspruch mit Spaß an der Sache zu verbinden.
Was können wir Lehrer damit erreichen? Der Abituraufsatz ist hier eigentlich die beste Rückmeldung, sei es, was die formalen Merkmale wie sprachliche Korrektheit anbelangt, sei es, was inhaltliche Genauigkeit betrifft und die Qualität des Ausdrucks. Eins jedenfalls wird uns immer wieder vor Augen geführt: Es gibt noch viel zu tun, besonders im Kontext von Migration und abnehmender Sprachkompetenz, aber es lohnt sich, daran zu arbeiten.