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Liebe Eltern der Viertklässlerinnen und Viertklässler,

bald steht die Entscheidung an, auf welche Schule Ihr Kind nach der Grundschulzeit wechseln wird. Es freut mich sehr, dass Sie sich für das Goethe-Gymnasium interessieren. Wir laden Sie ganz herzlich zu unserer Info-Veranstaltung am Freitag, den 27. Februar 2026, von 17:00 – 20:00 Uhr in unsere Schule ein. Zu Beginn werde ich Ihnen zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen die zentralen Aspekte des Goethe-Gymnasiums präsentieren. Parallel dazu haben unsere Mittelstufenschüler/innen für die Viertklässler/innen einen bunten Parcours durch unser Schulhaus vorbereitet. Dabei werden sie in kleinen Gruppen an vielen Mitmachstationen ebenfalls einiges über das Goethe-Gymnasium und dessen Angebote erfahren. Im zweiten Teil der Veranstaltung haben wir dann ein offenes Haus geplant, wo Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Vielfalt unserer Schule erleben können.
Wenn Sie bereits vor unserer Veranstaltung am 27. Februar einen ersten Eindruck vom Goethe-Gymnasium bekommen wollen, sind Sie herzlich eingeladen, sich hier auf unserer Homepage umzuschauen. Wir haben viele Informationen für Sie zusammengestellt. Ich wünsche viel Spaß bei einer Erkundungstour durch unsere Schule und würde mich sehr freuen, Sie und Ihr Kind dann am 27. Februar 2026 persönlich begrüßen zu können.

Herzliche Grüße

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Dr. Albrecht Aichelin
Schulleiter

LESUNG

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von Jennifer Teege aus ihrem Buch „Amon. Mein Großvater hätte mich erschossen“. Am 09. Juli 2025 besuchte Jennifer Teege das Goethe-Gymnasium Karlsruhe und hielt für die Schüler*innen der Jahrgangsstufe 1, die sich im Geschichtsunterricht gerade intensiv mit der nationalsozialistischen Diktatur und dem Zweiten Weltkrieg auseinandergesetzt haben, eine Lesung aus ihrem Buch „Amon. Mein Großvater hätte mich erschossen“ (2013). In dem Buch und in der Lesung im Pavillon schildert Teege, wie sie im Alter von 38 Jahren durch einen Zufall herausfand, dass sie die Enkelin von Amon Göth, einem SS-Hauptsturmführer und Kommandanten des Konzentrationslagers Plaszów ist, der auch als „Schlächter von Plaszów“ gefürchtet war.

In einer gespannten Atmosphäre schilderte Teege ihre darauffolgende Identitätskrise als Schwarze Frau mit Adoptiveltern, zahlreichen jüdischen Freund*innen in Israel und mit dieser Biografie als Enkelin eines Haupttäters im Holocaust – und ihren Weg an die Öffentlichkeit, weil sie zunehmend den Eindruck hatte, dass ihre persönliche Geschichte von Relevanz für das Geschichtsbewusstsein und die politischen Debatten der Gegenwart ist. Die Fragen der Schüler*innen im Anschluss an die Lesung zeigten, dass Frau Teege hier einen Nerv getroffen hat. Ihre Geschichte kann als Beispiel dafür verstanden werden, dass es nötig ist, nachzufragen und die eigene Geschichte zu kennen sowie, wie Frau Teege ausführte, dass die Unterscheidung von „Gut“ und „Böse“ nie ganz einfach sei, sondern oftmals nur zur eigenen Entlastung diene, denn niemand wisse, wie er*sie sich damals verhalten hätte: So wie ihre Großmutter Ruth Irene Kalder das Morden Amon Göths mindestens hingenommen haben muss und immer zu ihm gehalten habe, nach dem Krieg aber Zimmer an nigerianische Studenten vermietet und Freundschaften zu Jüd*innen gepflegt habe, sei selbst Amon Göth einmal ein Baby gewesen, dessen Weg nicht vorbestimmt gewesen sei. Die heutige Generation sei, so Frau Teege, nicht Schuld an den Verbrechen des Nationalsozialismus, aber alle Menschen trügen eine Verantwortung für die politische Entwicklung, die die Welt nehme. Wir sind sehr dankbar für die Lesung und die Diskussion, die uns auf vielfältige Weise zum Nachdenken angeregt hat.

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