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LATEIN


 Latein? Warum? Darum?

Hier wollen wir euch einen kurzen Überblick darüber geben, was euch im Lateinunterricht erwartet. Falls ihr weitere Informationen wollt oder Fragen habt, dann schaut in unserer Videokonferenz vorbei.

Sprache

Wir lernen eine spannende neue Sprache, die uns außerdem auch hilft, immer mehr Fremdwörter und Wörter aus anderen Sprachen zu verstehen. Die Beschäftigung mit der lateinischen Sprache hilft uns auch, unsere eigene Sprache besser kennenzulernen und unsere Ausdrucksfähigkeit zu verbessern. Im Unterricht sprechen wir Deutsch.

Lernen

Wir lernen mit Methode. Wir lernen kontinuierlich und in überschaubaren Portionen. Wir trainieren unser Gedächtnis.

Denken

Wir denken über Themen nach, die wichtig waren, sind und sein werden: Freundschaft, Gerechtigkeit, Freiheit und Vieles mehr. Wir bilden uns eine Meinung.

Was ist Was im alten Rom

Wir erfahren viel über den Alltag im antiken Rom, über ihre Götter und Göttinnen, über ihre Leistungen in Technik, Architektur und Kunst. Wir reisen durch das römische Imperium und verfolgen heute die Spuren, die sie uns hinterlassen haben.

IMP


Die Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums können ab der 8. Klassenstufe das Profilfach IMP (Informatik, Mathematik, Physik) belegen. Unsere Schule ist damit eines der wenigen Gymnasien in Baden-Württemberg, die mit dem neuen Fach zum Schuljahr 2018/2019 starten durften. Ziel ist neben der Fortsetzung des Aufbaukurses Informatik aus Klassenstufe sieben eine Schwerpunktsetzung, welche gezielt auf spätere MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) vorbereiten soll. Die Schülerinnen und Schüler schulen ihr analytisches Denkvermögen, lernen mathematische Aussagen zu begründen und werden an die Lösung komplexer Problemstellungen herangeführt. Bezüglich der Inhalte besteht keine Überschneidung mit den Basisfächern. Durch eine entsprechende Kurswahl in der Oberstufe kann an IMP aus der Mittelstufe angeknüpft werden.

 

Stundentafel

  Informatik  Mathematik Physik
 Klassenstufe 8  2  1  1
 Klassenstufe 9  1  1  2
 Klassenstufe 10  1  2  1

 

Fachlehrerinnen und Fachlehrer

Frau Badtmann

Frau Höschele

Herr Fischer

Herr Dr. Keck

Herr Oehme

Herr Rohrberg

 

Im Unterricht verwendete Software

>> Filius

>> GeoGebra

>> Processing

>> Scratch

>> Stellarium

 

Bildungspläne

>> Bildungspläne 

 

 

DEUTSCH


„Was treipt ihr’n so, ich bleip heute im Bett, hap gezz tatschkrien und ollnetflett. Freufreu und knubu, omg, hdl, smile und cu.“

Verstanden? Muss ich das verstehen als Deutschlehrer? Ist das nicht ein hervorragendes Beispiel für Sprachverfall? Oder wird anders herum der Schuh draus: Gerade weil Jugendliche heute so sprechen bzw. schreiben, muss ich es im Unterricht behandeln, um die Schüler da abzuholen, wo sie sind bzw. sie kommunizieren. Aber ist es nicht Aufgabe des Deutschunterrichts, Kindern die unendliche Vielfalt der (deutschen) Sprache vor Augen zu führen, sie zur (literarischen) Hochsprache zu befähigen, so dass sie diese wenigstens lesen und verstehen können? Also Thomas Mann statt SMS-Deutsch, Kleist statt Handygebrauchsanweisung, Fontane statt Jugendbuch!? Doch da fängt die Diskussion bereits an.

Faszination wie Problematik des Faches Deutsch an der Schule sind von der Sache her begründet. Deutsch ist ein Fach mit einem enormen Umfang. Darüber hinaus ist es dasjenige Basisfach, ohne dessen Beherrschung der dazugehörigen Kompetenzen auch in anderen Fächern nichts geht. Schon der Literaturbegriff ist nicht mehr eindeutig: 2016 hat Bob Dylan den Literaturnobelpreis erhalten. Wenn es sich also um Deutsch als Schulfach handelt, dann geht dies mit der Frage nach der didaktischen Reduktion Hand in Hand: Was sollen wir in acht Jahren den Schülern mitgeben, wozu sollen wir sie befähigen? Und was lassen wir links liegen, obwohl es vielleicht auch interessant und ebenso nützlich wäre?

Gehen wir das Ganze doch im Sinne des kompetenzorientierten Ansatzes an, indem wir vom Ende her denken. Das Abitur gibt ja vor, was ein Schüler mit vertretbarem Arbeitsaufwand nach zwölf Schuljahren können sollte: literarische Werke wie Romane und Dramen, aber auch Gedichte und Kurzprosa interpretieren, einen Essay verfassen, schließlich eine allgemeingesellschaftliche Fragestellung anhand eines Textes erörtern. Das klingt zunächst relativ einfach, doch mache man sich nur den Unterschied zwischen dem sprachlichen Niveau eines gängigen Jugendbuchs und der Sprache von Thomas Manns „Zauberberg“ oder Goethes „Faust“ klar. Wie beim Lesen so beim Schreiben: Es ist ein langer und dorniger Weg vom Erlebnisaufsatz bis zum künstlerisch ausgestalteten, stilistisch vielfältigen Essay. Von der automatisierten Beherrschung der Rechtschreibung, Kommasetzung und Grammatik ganz zu schweigen.

Gerade im Schulfach Deutsch ist es folglich wichtig, vom Ende her zu denken. Der Rest ist Schritt für Schritt von da nach dort, immer noch kompliziert und methodisch anspruchsvoll genug. Machen wir uns dies am Beispiel der uneigentlichen Sprache (Metaphern, Symbole etc.) klar und werfen wir einen Blick auf die Ironie. Ironie und Sarkasmus sind bekanntlich die Waffen der Schwächeren, die z.B. im Familienkreis lernen müssen, sich gegen die übermächtigen älteren Geschwister und Eltern zu behaupten. Was aber, wenn dieser Lernort ausfällt mangels Geschwistern und fehlender interfamiliärer Kommunikation? Und was ist mit den eigenen Akzenten, die ich als Deutschlehrer setzen möchte, besonders um auch als individueller Lehrer kenntlich zu sein, weil sie mir schlicht und einfach wichtig sind? Sei es die gute Beherrschung des Konjunktivs wie auch die Lektüre mancher Novelle des Realismus. Schließlich sollte sich der Deutschunterricht nicht darin erschöpfen, möglichst eins zu eins die Anordnungen der oberen Schulbehörden umzusetzen.

Deutsch als Schulfach verlangt mehr denn je die Fähigkeit zur Unterscheidung wie auch den Focus auf die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler. Entsprechend unterscheiden wir am Goethe-Gymnasium grob drei Phasen der sprachlichen wie literarischen Bildung:

  1. Sicherung der Grundlagen in Klasse 5 und 6 mit dem Schwerpunkt auf Rechtschreibung, dem Erlernen der Zeichensetzung sowie grammatischer Grundbegriffe und -strukturen und der Erprobung unterschiedlicher Schreibsituationen wie auch der Kenntnis verschiedener Textsorten, als da wären Märchen, Fabeln, Sachtexte.
  2. In den Klassen 7 - 9 probieren die Schüler sich aus anhand von unterschiedlichen Schreibsituationen, sie lernen Mittel zur Analyse von Texten kennen und darüber hinaus die Vielfalt von vornehmlich literarischen Gattungen wie z.B. die Satire, die Novelle, den Roman etc.
  3. Klasse 10 hat dann bereits die Anforderungen des Abiturs im Blick, ohne dies zu explizit herauszustellen. Die Basis der textanalytischen Werkzeuge wird verbreitert, Interpretation von Texten aller Art, gerade auch der Kurzprosa wie der Lyrik angebahnt und auch sprachlich wagt man sich nun deutlich in fremde Bereiche wie z.B. in den der griechischen Tragödie wie bei Sophokles’ „Antigone“. Die Oberstufe steht klar im Dienst der Vorbereitung der verschiedenen Aufgaben im Abitur, und wo im Kurs gut mitgearbeitet wird, verbleibt auch Zeit für die Beschäftigung mit nicht abiturrelevanten Werken oder sogar für den gemeinsamen Blick in eine anspruchsvolle Zeitung.

Was haben wir Lehrer dann erreicht? Der Abituraufsatz ist hier eigentlich die beste Rückmeldung, sei es, was die formalen Merkmale wie sprachliche Korrektheit anbelangt, sei es, was inhaltliche Genauigkeit betrifft und die Qualität des Ausdrucks. Eins jedenfalls wird uns immer wieder vor Augen geführt: Es gibt noch viel zu tun, aber es lohnt sich daran zu arbeiten.

LITERATUR & THEATER


 Was machen wir im Kurs?

  • Selbst spielen: Schauspieltraining (massenhaft Übungen dazu = Spaß!)
  • Texte, Bilder und Themen in Szenen umsetzen und vorspielen
  • Spielszenen der anderen anschauen und analysieren
  • Spielszenen selbst entwickeln
  • Theorie: Theatermittel, Theaterformen, Theatergeschichte von der Antike bis heute kennenlernen
  • Stücke, Drehbücher, Lyrik, Geschichten und andere Texte (auch selbst geschriebene) lesen und "was draus machen"; Klassiker und Modernes
  • Zwei gemeinsame Theaterbesuche pro Halbjahr
  • Führung am Staatstheater, Probenbesuche und Gespräche mit Regisseuren / Dramaturgen / SchauspielerInnen
  • Sehr viel Partner- Gruppen und Projektarbeit - Theater geht nicht alleine, denn Mindestvoraussetzung für Theater sind: 1 Darsteller*in plus 1 Zuschauer*in
  • ein Werkstattbuch führen

Wichtige Unterscheidung:

  1. Wir sind keine Theater AG (Fokus: 1 Stück, große Aufführung)
  2. Wir machen keinen Deutschunterricht (auch wenn wir mitunter Theatertexte lesen)

Faustregel für den Unterricht: 70 % "Machen" 30% Analysieren, Diskutieren, Theorie

Wie wird benotet?

  • zwei schriftliche Klausuren in Klasse 11, zwei fachpraktische Klausuren in Klasse 12 mit theoretischem und spielpraktischem Teil. Spielpraktisch heißt: eine Inszenierung wird entwickelt (an einem Nachmittag oder über einen längere Zeitraum), aufgeführt und besprochen, es gibt Gruppen- und Einzelnoten
  • GFS (muss spielpraktische Elemente enthalten!)
  • Mitarbeitsnote (kann bestehen aus: Spielpraxis, Feedbacks geben, Analyse und Theoriewissen, Zusammenarbeit/Teamfähigkeit, evtl. Werkstattbuch)

Wer kann mit LuT eine Abiprüfung bestreiten?

  • Wer als Fünfstünder die Kombination Deutsch+Mathe+eine Fremdsprache hat kann in LuT die mündliche Prüfung ablegen. Weitere Kombinationen bitte bei den OberstufenberaterInnen erfragen.

Wie sieht die Abiturprüfung ab 2021 aus?

  • ab 2021 besteht die Abiturprüfung in LuT aus zwei Teilen (ähnlich wie in Musik und Kunst): einer 15minütigen fachpraktischen Prüfung, in der Theater gespielt wird wird (zählt doppelt) und und einer 20minütigen mündlichen Theorieprüfung (zählt einfach).
  • zur fachpraktischen Prüfung: "Erarbeitung einer komplexen szenischen Darstellung aufgrund eines Textes" (10 Minuten) gefolgt von einem Prüfungsgespräch (5 Minuten), in dem die Prüflinge ihre Inszenierung fachlich erklären. Die exakte Prüfungsaufgabe wird zwei Wochen vor dem Prüfungstermin bekannt gegeben.Dieser Prüfungsteil findet Anfang 12 II statt (+/- März).
  • zur mündlichen (Theorie)Prüfung: Prüfungsgespräch über einen Text zur Theater- und Schaupielteorie, mit 20minütiger Vorbereitungszeit und 20minütigem Prüfungsgespräch. Dieser Prüfungsteil findet im Rahmen der gesamten mündlichen Abiturprüfungen am Ende von 12 II statt.

Was zählt im Kurs?

  • es sind keine Vorerfahrungen nötig
  • zurückhaltende Menschen sind ebenso willkommen wie "Rampensäue"
  • Kreativität und Mut zum Experiment (aber niemand wird zu etwas gezwungen, das er/sie nicht will, es ist OK aus Übungen "auszusteigen")
  • Offenheit gegenüber Neuem und Ungewohntem
  • Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit allen Kursteilnehmern
  • Mitteilungsbereitschaft
  • Humor und Toleranz
  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit

Muss ich an Aufführungen teilnehmen?

Aufführungen vor Publikum schreibt der Lehrplan vor. Diese Aufführungen dürfen aber in einem "kleinen", geschützten Rahmen statt finden; es zählt bereits wenn Freunde und Bekannte zu einer spielpraktischen Prüfung eingeladen werden.

Aufführungen in einem größeren öffentlichen Rahmen sind natürlich möglich.

Richtwert: Eine Werkstattaufführung pro Jahr = Ergebnisse aus dem Unterricht vor ausgewähltem Publikum (Musikalische Vernissage, Theaterabend, Weihnachtsfeier, Schulfest...)

Muss ich ins Theater gehen?

Ja, Ja und nochmals Ja. Wir versuchen, pro Halbjahr mindestens zweimal gemeinsam ins Theater zu gehen, eine Theaterführung gehört auch ins Programm. Wer Probleme hat, die Theaterbesuche trotz Schülerermäßigung zu finanzieren, kann über das Sekretariat eine Übernahme der Kosten beantragen. 

Was bringt's mir jetzt und für später?

Egal wer was vorhat, folgendes ist in jedem Beruf wichtig:

  • Kommunikationstraining
  • Teamfähigkeitstraining
  • Präsentationstraining
  • Kreativitätstraining
  • Intuitionstraining
  • Improvisationstraining

Das heißt konkret:

  • wir trainieren, in unterschiedlichen Teams kreativ und auch mal unter Zeitdruck ergebnisorientiert zu arbeiten
  • wir trainieren, sich vor anderen im geschützten Rahmen zu Präsentieren und Hemmschwellen abbauen, gerade für schüchterne und zurückhaltende Menschen kann das gut sein
  • wir trainieren, Körpersprache und Stimme gezielt einzusetzen, bzw. bei anderen besser zu verstehen
  • wir trainieren ein genaueres Hinschauen
  • wir trainieren: Wie rede ich mit anderen? Wie arbeite ich in einer Gruppe kreativ miteinander?

Mit welchen Fachbereichen / Studiengängen hat LuT zu tun?

  • Medien- und Kommunikationswissenschaften (Zeichen, Eindeutigkeit, Visualisierung, Kommunikationsmodelle)
  • Psychologie (Rollenverhalten, Statusverhalten, Motivation)
  • Journalistik (Erstellen von Rollenbiographien und Backstories, Recherche, dokumentarisches Theater, kreatives Schreiben)
  • Musik (Körper als Instrument, Geräusch, chorisches Sprechen, Klang und Musik als Theatermittel)
  • Kunst (Bühnenräume, Kulisse, Requisit, Maske, Licht, Performancekunst)
  • Sport (wie setze ich meinen Körper gezielt ein, Warm-ups, Biomechanik, Tanz, Kampf, Bewegung und Choreographie)

Noch Fragen?

Die Fachlehrer*innen geben gerne Auskunft :-)

Bildungsplan unter:

http://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/LS/BP2016BW/ALLG/GYM/LUT

ETHIK


Das Fach >Ethik< beginnt am Goethe-Gymnasium bereits in Klasse fünf – und zwar als einstündige Arbeitsgemeinschaft (AG), die auch in Klasse sechs weitergeführt wird. Alle Schülerinnen und Schüler, die den Religionsunterricht nicht besuchen, haben somit bei uns die Möglichkeit, bereits in den Eingangsklassen des Gymnasiums am Unterricht zur Werteerziehung teilzunehmen. Unsere neuen Goethe-Eleven können sich altersgemäß mit den großen Fragen unseres Daseins auseinandersetzen: „Wer bin ich?“, „Warum gibt es etwas und nicht nichts?“. Sie denken über Fragen des guten und gerechten Zusammenlebens sowie über die eigene Identität nach: „Warum bedürfen wir anderer Menschen und wie gehen wir fair miteinander um?“ - „Wie wirken Vorurteile und wie kann man sie überwinden?“ - „Wer bin ich?“ - Ethik-Unterricht als eine spielerische Art philosophischer Vor-Schule, Mut machend für das große Abenteuer des Lebens, Anregung zur Stärkung und selbstbestimmten Formung der eigenen, sich entwickelnden Persönlichkeit.
Für den Eifer und das Engagement verdienen sich die Fünft-und Sechstklässler einen eigenen Hinweis im Zeugnis, da das Fach als AG noch nicht (wie andere Fächer) benotet wird..

Mit Beginn des 'regulären' Ethik-Unterrichts in Klasse sieben setzt die gründliche Beschäftigung mit den Weltreligionen ein: zunächst mit dem Judentum, dann mit dem Christentum und dem Islam (Klasse 10), wobei wir am Goethe-Gymnasium in Klasse neun auch in den Buddhismus einführen. Das bekenntnisfreie und religionswissenschaftlich basierte Kennenlernen von Festen und Feiern, Lehre und Ritus der jeweiligen Religionen soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, sich mittels dieser Grundkenntnisse eine eigenständige Wertehaltung anzueignen, die auf Toleranz und Verständnis für die in allen großen Religionen angelegte Friedensbotschaft gründet und sie befähigen soll, sich ihr eigenes Bild von der Bedeutung der Religionen in unserer heutigen Welt zu bilden.

Die in Klasse fünf und sechs bereits ausgewiesenen Themen von Identität, Selbstbegegnung, Umgang mit anderen werden in den folgenden Klassen aufgenommen und vertieft; neu sind die Themen Glück und Freiheit sowie – entwicklungspsychologisch spezifisch – die kritische Auseinandersetzung mit unserem Konsumverhalten und der Nutzung von Medien.
In den Klassen sieben bis neun stehen die kritische Beschäftigung mit Gewalt wie auch eine Auseinandersetzung mit wichtigen Grunderfahrungen unseres Daseins: Freundschaft, Liebe, Ehe und Familie - sowie mit der Endlichkeit unserer Existenz: Altern, Krankheit, Leiden, Sterben und Tod an.
In Klasse zehn bestimmt ein grundsätzliches Nachdenken über unser entfremdetes Verhältnis zur Natur die sogenannte „angewandte“ ( hier: ökologische) Ethik. Mit der Philosophie des Sokrates beginnt die Erarbeitung wichtiger Positionen der Moralphilosophie, gefolgt von Hobbes und Hume oder Schopenhauers Mitleidsethik. .

In der Kursstufe (Klasse elf und zwölf) wird mit Aristoteles, dem Utilitarismus sowie der Kantischen Ethik und den zeitgenössischen Versuchen, diese für unsere Zeit fortzuentwickeln, der Überblick über die Moralphilosophie abgeschlossen.
Was der kategorische Imperativ bedeutet, das dürfte also für eine Goethe-Schülerin, einen Goethe-Schüler kein Buch mit sieben Siegeln mehr sein. Die Bedeutung dieser zunächst theoretischen Grundlegung für das präzisere Verständnis gegenwärtiger gesellschaftlicher Problemfeder sollte sich allmählich entfalten: Probleme des wissenschaftlichen und technischen Fortschritts, der Bio- und Medizinethik, aber auch die universelle Geltung von Toleranz und Menschenrechten.
Die Beschäftigung mit den Religionen findet schließlich ihr Ziel in der Fragestellung, was das Wesen des Religiösen ist, sowie in der in der Erarbeitung wichtiger Standpunkte der Religionskritik .
Zielpunkt des Ethikunterrichts ist nicht weniger, nicht mehr als: praktische Vernunft in einer Welt von immer größerer Unübersichtlichkeit und Verunsicherung selbstbewusst gebrauchen zu können.

Wer übrigens Interesse entwickelt hat an der Philosophie, der kann in Klasse elf oder zwölf einen Philosophie-Grundkurs besuchen, den es traditionell immer „am Goethe“ gibt.

 

G o e t h e - G y m n a s i u m  K a r l s r u h e

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